Traurige Wahrheit

Moinsen
Ich würde euch gerne eine Stowie von mir erzählen.
Hattet ihr als Kind schon mal Angst vor eurem Vater? Meistens wollen eure Eltern immer nur das beste für ihre Kinder. Bei mir ist das leider so, dass ich mich ganz und garnicht mit meinem Vater verstehe!
Heute verstehe, dass sein ganzes Verhalten falsch und Narzisstisch ist.
Damals in der Grundschule wurde ich von ihm geschlagen einfach so.
Es musste keinen bestimmten Grund haben. Ich war auch immer ein ruhiges Kind. Aber wenn mein Vater von der Arbeit nachhause gekommen ist ging das Große Unglück los.
Als erstes wollte er immer, dass das Essen fertig auf dem Tisch steht. Dann hat er sich für ein paar Stunden vor dem Fernseher gesetzt und wenn er fertig damit war kam er in mein Zimmer und kontrollierte erstmal was ich mache. Er wollte wissen wie viel ich gelernt habe für die Schule und wenn er irgendwie schlechte Laune hatte, dann wurde er handgreiflich.
Er bestimmte eigentlich mein ganzes Leben und War alles andere als ein liebevoller Vater.
Ich hatte oft das Gefühl dass er mich Nicht liebte und außerdem habe ich bis heute Angst vor ihm.
Wie dem auch sei.
Die Jahre vergingen und es war immer das gleiche. Bei schlechten Noten bekamen wir Schläge und man musste immer Angst haben dass er uns irgendwas antut.
Ich merke wie diese Angst immer größer wurde weil mein Vater immer schlimmer wurde.
Er schrie uns an, schrieb uns vor was wir machen sollten und ich hatte nun wirklich das Gefühl dass ich irgendwas machen muss weil ihm wirklich egal war wie es uns dabei geht.
Er hasste meine Freunde außerdem finde ich ihn irgendwie total pervers wenn ich das so sagen darf.
Er mischt sich wirklich in allen Angelegenheiten ein.
Irgendwann wurde ich natürlich auch älter und ich hatte meinen Ersten Freund.
Wir waren einige Jahre zusammen bis mein Vater beschloss mich von zuhause rauszuschmeissen. Das war ganz normal für ihn mich auf die Straße zu Werfen.
Wenn ihm was nicht passte oder wir uns Nicht so verhielten wie er das will drohte er immer damit uns rauszuschmeißen. Das war quasi sein Ding. Irgendwann wurde diese Drohung ernst und ich musste von zuhause fort. Mit 17 Jahren verdiente ich natürlich noch nicht so viel Geld. Deswegen schlug mein Ex Freund mir vor mich zur Polizei zu bringen damit mir weitergeholfen werden kann.
Die Polizei meinte dass ich in ein Frauenhaus muss und gab mir die Adresse für so eine Unterkunft.
Ich blieb nicht lange weil ich es nicht ausgehalten habe dort. Teilweise gibt es wirklich Leute dort die Drogenabhängige waren oder von ihrem Partner missbraucht worden sind.
Ich bekam Angst und entschied mich einfach wieder nachhause zu gehen. Mein Vater war ganz und garnicht begeistert mich zu sehen. In dieser Zeit, das war kurz nach meinem Realschulabschluss, trennte sich auch mein Ex Freund von mir und ich stand nun wirklich ganz allein da und musste ohne Hilfe klarkommen.
Es war keine leichte Zeit und das machte sich bei meiner Psyche auch bemerkbar. Ich machte mit 18 eine Therapie. Wechselte zu 4 verschiedene Frauenhäusern bis Ich Schließlich wieder nach Hause ging.
An einem Abend zerstritt ich mich mit meiner Mutter, die darauf hin die Polizei ruhte.
Die Polizei nahm mich aus meinen Kinder Zimmer mit und ich musste 3 Wochen in eine Klinik gehen. Das war sehr schlimm für mich.
Nachdem ich entlassen worden bin arbeitete ich in einem Kiosk.
Mit dem Geld was ich gespart hatte wollte ich mir eine Reise gönnen. Also kaufte ich Flugtickets und bin in meine Heimat geflogen. An der Stelle möchte ich euch mitteilen, dass ich weder meinen Namen noch meine Nationalität oder irgendwelche Details preisgeben werde. Es kann sein dass zu viele Details euch traurig machen werden. Das möchte ich nicht. Alles was ich will ist mir die schlimme Zeit aus der Seele zu schreiben und euch mitteilen es gibt immer Hoffnung wenn ihr an euch glaubt.
Okay machen wir jetzt weiter.
Anfang Februar bin ich also in meine Heimat zu meiner Familie geflogen.
Alles was ich über diese Zeit sagen will ist…das hier: Ein Cousin von mir machte mich betrunkene und versuchte mich zu küssen und zu Vergewaltigen.
Ich heulte mir die Seele aus dem Leib. Eigentlich machte ich diese Reise damit ich mich besser fühlen kann aber jetzt wollte ich nichts anderes als wieder nachhause zu gehen.
Mittlerweile geht es mir psychisch viel besser ich hab danach noch mit Psychotherapeuten geredet und ich versuche wie jeder andere Mensch mein bestes zu geben.
Das Verhältnis zu meinem Vater bzw. meinen Eltern ist immernoch schlecht und manchmal fühle ich mich sehr einsam. Ich frag mich oft warum ich.
Oder was hat dazu geführt dass ich durch sowas durch gehen musste. Heute weiß ich dass mich das alles zu einer starken Frau macht.
Ich musste vieles einfach weglassen viele Details hab ich teilweise verdrängt. Ich musste mich auch zusammenreißen um überhaupt irgendwas davon zu erzählen. Aber ich hoffe dass ihr alle eurer Leben auch wenn es nicht perfekt ist zu schätzen wisst.
Xoxo

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